Mittwoch, 26. Juni 2013

Das Glück des Moments



Eine homage an das HIER und JETZT


 
Zwei Seeigel auf einer Kokosnuss – wie leicht hätte man dieses kleine Wunder beim Strandspaziergang übersehen könen. Um solche kleinen „Wunder“ zu erleben, muss man schon „ganz da sein






Glück ist spürbar

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich Neujahr an der Reling der Aida lehnte und zur Küste der karibischen Insel blickte, die wir passierten. Um mich herum eine Hand voll Menschen, die - den Wind in den Haaren - die Aussicht und den Moment genossen. Umgeben von einigen Hundert Mitreisenden, an denen das bezaubernde Panorama unbemerkt vorbeizog, während sie in einem Krimi schmökerten, eine Zeitung lasen, PSP spielten oder anderweitig "beschäftigt" waren.



Können wir noch wirklich DaSein?

Ich fragte mich unwillkürlich, was erforderlich ist, um einfach "da zu sein". Es scheint auf jeden Fall spektakulär sein zu müssen. Denn als mein im Panorama schwelgender Blick Delfine entdeckte, lockte mein erstaunter Ausruf Scharen von Neugierigen an die Reling. Kaum waren die springenden Glücksbringer im Kielwasser verschwunden, war ich auch schon fast wieder alleine, für die sich langsam aus dem Dunst schälende Küste Jamaikas hatte kaum einer ein Auge übrig, oder NintendoDS, Autobild und Co versprachen höhere Attraktion.



Den Moment genießen

Allenfalls Kindern scheint es noch vertraut und gestattet zu sein, ganz selbstvergessen im Spiel oder in der Betrachtung versunken zu sein. Irgendwann scheinen wir zu verlernen, einfach nur da zu sein, etwas mit allen Sinnen wahr zu nehmen und im Glück des Moments auszuhalten. Allzu schnell holen uns dann das nächste Vorhaben oder die nächste Verpflichtung ein. Vor einer Weile klagte mir ein Klient, dass er ein schlechtes Gewissen habe, einfach nur am Bett seine Kinds zu sitzen und das Glück zu fühlen, ihm beim Schlafen zuzusehen, weil noch so viel zu tun und zu bedenken ist.



Aua! Wie weit sind wir schon gekommen, wenn Menschen ein schlechte Gewissen haben, weil sie einfach nur glücklich sind? Lassen Sie es bitte. Nicht so weit kommen, dass Sie ein schlechtes Gewissen oder gar Schuldgefühle bekommen, weil es Ihnen gut geht, Sie es sich mal einen Momentgut gehen lassen . Immerhin besteht zwischen einer Genusspause und permanentem Müßiggang ein ziemlicher Unterschied. Wenn Sie sich letzteren jedoch leisten können, sollten Sie auch diesen mit allen in ihm enthaltenen Momenten genießen. 



CARPE DIEM – genießen Sie das Leben!

Ich wünsche Ihnen für diesen Sommer die Zeit und Muße, einfach nur mal ganz da zu sein und das Leben zu genießen. Wenn Ihnen das auf den ersten Blick etwas „seltsam vorkommt“, habe ich noch einen kleinen Extratipp für Sie: Beantworten Sie die recht häufige Frage Ihrer Mitmenschen „was machst Du grad?“ doch einfach mit den Worten „ich lebe!“ und freuen Sie sich über die verwirrten Gesichtsausdrücke.


Herzliche Grüße
Frank Max
www.chancenmanager.biz

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