Nur kein Stress
Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie das Thema burn out. Nutzen Sie Auszeiten zur Entspannung, bevor Sie aus eigener Erfahrung mitreden können!
burn out – Zeitphänomen oder Trend?
Kaum ein Krankheitsbild wird so kontrovers diskutiert, wie der burn out. Schätzungen von Krankenkassen und Gesundheitsexperten zu Folge belaufen sich die jährlichen Kosten, die durch burn out entstehen, bereits auf 6.6 Milliarden € jährlich. Nicht gemessen wird hierbei das subjektive Leid der Betroffenen und die – teils ernsthaften und als besonders belastend erlebten – Auswirkungen auf die Lebensqualität. Die Betroffenen erleben sich häufig in einem Teufelskreis, der vor allem zu wenig Auszeiten für Entspannung ermöglicht. Je nach Berufsgruppe sind 10 – 30% der in diesem Bereich Tätigen hiervon betroffen.Erklärungsansätze zum burn out
Das am leichtesten zu verstehende Erklärungsmodell zum burn out, das ich kenne, ist das von Serge Kahili King, aus Hawaii: Er sieht den burn out als das Endstadium von Dauerstress und unserem fortgesetzten Versäumnis, rechtzeitig entgegen zu steuern. Auch der stärkste Organismus erträgt nur eine gewisse Zeit eine gewisse Dosis Stress. Irgendwann zeigen sich dann bei jedem „Dauererschöpfungsphänomene“. Ebenso, wie sich ein Sportler, der zu viel trainiert und zu wenig Regenerationspausen einplant, einen Muskelriss oder einen Ermüdungsbruch riskiert. Oder noch einfacher ausgedrückt: Keine Auszeit zur Entspannung = burn out.burn out vermeiden durch Auszeiten zur Entspannung
Die Verhaltenstherapie kennt das so genannte „Vulnerabilitäts-Stress-Modell“ (Veranlagung + Stress begünstigen hiernach das Auftreten von Erkrankungen). Auch wenn sich die Gelehrten immer noch über das Phänomen burn out streiten, reicht MIR dieser Erklärungsansatz in Verbindung mit der recht einfachen Sichtweise von Serge King, lieber über Gegenmaßnahmen als über die wissenschaftlich korrekte Einordnung nachzudenken. Wenn also Stress auf Dauer in den burn out führt und ein rechtzeitiges Gegensteuerung diesen Prozess verhindern oder verlangsamen kann, bin ich dabei. Sie auch?Auszeiten zur Entspannung gegen burn out – so geht´s
Planen Sie sich regelmäßig (möglichst täglich) ein wenig Zeit ein, um sich eine Auszeit zu gönnen. Wenn Sie sich „total gestresst“ fühlen, kann es sinnvoller sein, sich zu entspannen, als weiteren Stress in Form von Ausgleichssport zu produzieren. Auch der Freizeitstress (aufregende Aktivitäten) kann auf Dauer zu Problemen führen.Damit das persönliche Stressmanagement nicht zum Zwang wird, habe ich es mir angewöhnt, jede Woche meine Einheiten aktiver Erholung (Sport, Freizeitaktivitäten usw.) und passiver Erholung (Lesen, Musik hören, Schaumbad etc.) anders einzuplanen. Drei Mal Sport und zweimal „abhängen“ pro Woche, aber wenn mir z.B. am Mittwoch mehr nach abhängen ist, verschiebe ich den Sport auf den nächsten Tag. Beim Stressmanagement gilt: Regelmäßigkeit, nicht Einzeldosis führen zum langfristigen Erfolg. Wie wäre es, wenn Sie das auch mal 14 Tage lang ausprobieren?
Ihr Frank Max



